Shopware 5 → Shopware 6

Eine Migration beginnt vor dem ersten Datentransfer.

Der Wechsel auf Shopware 6 ist kein In-place-Update. Ein neues Zielsystem wird vorbereitet; der Migration Assistant kann ausgewählte unterstützte Standarddaten aus Shopware 5 übertragen. Was im Zielsystem neu aufgebaut, zugeordnet oder geprüft werden muss, entscheidet sich im konkreten Shop.

Wir klären Ausgangslage, Risiken und den sinnvollen nächsten Schritt.

1. Ausgangslage und Zielbild erfassen

Vor dem Zielsystem braucht es eine gemeinsame Sicht auf relevante Daten, Verkaufskanäle, Erweiterungen, individuellen Code, angebundene Systeme, Inhalte, URLs und Verantwortlichkeiten im Betrieb.

  • Welche fachlichen Prozesse sind geschäftskritisch?
  • Welche Daten und Dokumente gehören in den vereinbarten Zielumfang?
  • Welche Erweiterungen, Schnittstellen und Jobs beeinflussen Bestellung, Bestand, Preis oder Kundenkommunikation?
  • Welche Shopware-6-Zielversion und Zielarchitektur passen zum Vorhaben?

2. Zielsystem und ersten Probelauf vorbereiten

Shopware 6 wird als neues Zielsystem aufgebaut. Vor dem eigentlichen Zielaufbau gehören eine isolierte Umgebung sowie ein nachweisbarer Backup- und Restore-Weg zur Vorbereitung. Ein erster Probelauf zeigt, welche unterstützten Daten übertragbar sind und wo Zuordnung, Bereinigung oder zusätzliche Umsetzung nötig wird.

Datenübernahme und Funktionsaufbau werden bewusst getrennt geplant. Wenn ein Probelauf zurückgesetzt werden muss, soll das nicht unkontrolliert bereits aufgebaute Funktionen treffen.

3. Daten zuordnen und Zielsystem aufbauen

Der Migration Assistant unterstützt Auswahl, Datencheck, Fehlerbehandlung und Protokolle. Einige Einstellungen müssen im Ziel vorab angelegt und zugeordnet werden. Theme, Einkaufswelten beziehungsweise Shopseiten und alte E-Mail-Templates gehören nicht einfach in eine Übernahme, sondern in den Zielaufbau.

Zu klären

  • Welche Daten sind für den vereinbarten Scope fachlich korrekt und ausreichend?
  • Welche Zahlungs- und Versandlogik muss im Ziel vorbereitet und getestet werden?
  • Welche Funktionen werden per Standardmigration übertragen, im Zielsystem fortgeführt, ersetzt, neu entwickelt oder abgeschaltet?

4. Daten, Integrationen und Geschäftsprozesse testen

Ein belastbarer Abgleich verbindet Datenmengen und Konsistenz mit fachlichen Stichproben. Je nach Scope gehören Varianten, Preise, Bestände, Kundenzuordnung, Bestellungen und Dokumente ebenso dazu wie Login, Checkout, E-Mails und die Zusammenarbeit mit angebundenen Systemen.

Der Abnahmekatalog wird vorab vereinbart. Fachliche Verantwortliche prüfen reale Use Cases; technische Fehler, Einschränkungen und Restarbeiten bleiben dokumentiert sichtbar.

5. Generalprobe und Cutover vorbereiten

Für unterstützte Daten sind wiederholte Aktualisierungsläufe möglich. Vor der Umschaltung werden Ablauf und Laufzeit im konkreten System erprobt. Ein Cutover braucht ein abgestimmtes Änderungsfenster, Finalmigration, Prüfungen an Domains, Verkaufskanälen und Integrationen sowie Smoke Tests und ein fachliches Go/No-Go.

Ein Rückfallweg beschreibt Verantwortliche, Entscheidungskriterien und den spätesten sicheren Rücksprungpunkt. Sobald das Zielsystem neue Daten annimmt, reicht ein reines Zurückdrehen von Routing oder DNS nicht als Datenrollback aus.

6. Stabilisierung und Abschluss

Nach der Umschaltung werden Monitoring, Fehlerbehandlung und Restarbeiten für den vereinbarten Zeitraum organisiert. Die Migration wird erst finalisiert, wenn Go-live und Datenstand bestätigt sind; danach sind Aktualisierungsläufe über den Assistant nicht mehr möglich.

Was vor dem nächsten Schritt klar sein sollte.

Können wir bis zum letzten Moment weiterverkaufen?

Das hängt von Daten, angebundenen Systemen und dem vereinbarten Cutover ab. Wiederholte Aktualisierungsläufe sind für unterstützte Daten möglich; eine pauschale Parallelbetriebszusage wäre nicht belastbar.

Wie lange dauert die Migration?

Das ist abhängig von Daten, Funktionen, Integrationen, Testtiefe und Zielbild. Diese Seite nennt deshalb keine pauschale Dauer.

Was passiert, wenn beim Go-live etwas nicht funktioniert?

Vorher werden Go/No-Go-Kriterien, Verantwortlichkeiten und ein Rückfallweg festgelegt. Welche Optionen dann bestehen, hängt vom definierten Zeitpunkt und vom Datenstand in beiden Systemen ab.

Shopware-5→6 Migrations-Check

Migrationsvorhaben zuerst sauber einordnen.

Wir klären Ausgangslage, Risiken, Zielbild und den sinnvollen nächsten Schritt.

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