Shopware 5 → Shopware 6

Daten, Plugins und Integrationen vor der Migration richtig einordnen.

Bei einer Migration kommen Daten, Erweiterungen und Integrationen nicht alle auf demselben Weg ins Zielsystem. Entscheidend ist die Trennung zwischen unterstützten Standarddaten, notwendigen Zuordnungen und individuell zu prüfenden Funktionen.

Wir klären Ausgangslage, Risiken und den sinnvollen nächsten Schritt.

Drei Klassen, die vor dem Scope getrennt werden sollten

Einordnung von Daten, Konfiguration und individuellen Funktionen
KlasseEinordnung
Unterstützte StandarddatenDer Assistant kann ausgewählte Daten wie Kategorien, Produkte, Kunden, Bestellungen, Medien oder SEO-URLs übertragen. Die konkrete Auswahl und der Abgleich bleiben Teil des Projekts.
Zuordnung und ZielkonfigurationBeispielsweise Zahlungsarten, Standardzahlungsart, Anreden und Lieferzeiten werden im Ziel vorbereitet und zugeordnet. Versandarten und Versandkostenlogik werden getrennt betrachtet.
Individuell zu prüfenErweiterungen, individueller Code, Daten aus eigenen Tabellen und angebundene Systeme brauchen eine eigene fachliche und technische Entscheidung.

Datenqualität ist ein Projektpunkt – keine Annahme.

Vor dem Transfer wird geklärt, welche Daten im vereinbarten Zielumfang tatsächlich benötigt werden und woran ihre fachliche Richtigkeit gemessen wird. Dazu zählen Beziehungen zwischen Produkten, Varianten, Preisen, Beständen, Kunden und Bestellungen sowie Medien und Dokumente.

Einzelne Metadatenfelder können aufgrund unterschiedlicher Feldlängen gekürzt werden. Deshalb gehören Feldinventur, Stichproben und definierte Akzeptanzregeln in die Vorbereitung.

Plugins nach Funktion und Datenpfad entscheiden

Nicht jede Erweiterung aus Shopware 5 hat eine passende Entsprechung in Shopware 6. Für jede Funktion wird strukturiert bewertet:

  • Wird sie fachlich noch benötigt?
  • Deckt Shopware 6 Core sie ab?
  • Gibt es eine gepflegte Extension für die konkrete Zielversion?
  • Ist eine Ersatzlösung sinnvoller?
  • Muss eine geschäftskritische Logik neu gebaut werden?
  • Kann eine riskante oder redundante Funktion kontrolliert abgeschaltet werden?

„Kompatibel“ heißt nicht, ein Shopware-5-Plugin zu kopieren. Benötigt wird eine passende Shopware-6-Variante, deren Funktions- und Datenpfad im Zielsystem geprüft wurde.

Individualcode und Integrationen sichtbar machen

Bei individuellem Code gehören Schnittstellen, Datenmodell, APIs, Jobs, Berechtigungen sowie Storefront- und Admin-Verhalten in die Inventur. Bei ERP-, PIM- oder Fulfillment-Anbindungen wird festgelegt, welches System für welche Daten führend ist, wie IDs und Datenrichtungen zugeordnet werden und wie Fehler sowie Abgleiche behandelt werden.

Fragen für die Vorbereitung

  • Wo werden Produkte, Preise, Bestände und Kundendaten führend gepflegt?
  • Welche Prozesse laufen zeitgesteuert oder asynchron?
  • Welche Abhängigkeiten bestehen bei Varianten, Preisen, Rabatten oder Bestellstatus?
  • Wie werden Fehler erkannt, wiederholt und fachlich abgeglichen?

Payment und Versand separat prüfen

Bei Payment gehören Anbieter-/Account-Konfiguration, Domains, Webhooks, Zahlungsstatus und relevante Fehlerfälle in das Testsystem. Zahlungsdaten, Tokens, Mandate oder Vault-Referenzen werden nicht pauschal als migrierbar bezeichnet; das ist provider- und vertragsabhängig.

Bei Versand werden Methoden, Kosten- und Regel-Logik, Länder, Gewichte, Zuschläge sowie Label-, Tracking- und Fulfillment-Prozesse getrennt geprüft. Ein übertragener Versandart-Datensatz ist nicht automatisch eine vollständige Versandkostenkonfiguration.

Abnahme verbindet Daten und reale Geschäftsprozesse

Neben Mengen- und Konsistenzprüfungen gehören vereinbarte End-to-End-Prozesse in die Abnahme: zum Beispiel Login, relevante Preis-/Bestandsdarstellung, Checkout, Bestellstatus, Dokumente, E-Mails und die Abstimmung mit angebundenen Systemen. Der genaue Katalog wird pro Zielbild festgelegt; eine vollständige oder fehlerfreie Abdeckung wird nicht versprochen.

Was vor dem nächsten Schritt klar sein sollte.

Werden alle Daten automatisch übernommen?

Nein. Der Assistant unterstützt ausgewählte Standarddaten. Was zugeordnet, neu aufgebaut oder individuell übertragen werden muss, wird für den vereinbarten Scope geprüft.

Können alle Plugins weiterlaufen?

Nein. Entscheidend sind fachlicher Zweck, Zielversions-Kompatibilität, Datenpfad, Wartbarkeit, Lizenz und Betrieb. Die Entscheidung kann Fortführung mit einer passenden Zielsystemlösung, Ersatz, Neubau oder Abschaltung sein.

Bleibt die ERP- oder PIM-Anbindung unverändert?

Das lässt sich nicht pauschal zusagen. Datenrichtung, IDs, Mapping, Fehlerbehandlung und fachlicher Abgleich werden für die jeweilige Anbindung festgelegt.

Sind Zahlungsdaten nach der Migration vorhanden?

Das ist abhängig vom Zahlungsanbieter und den vertraglichen sowie technischen Vorgaben. Zahlungsdaten, Tokens und Mandate werden nicht allgemein als migrierbar beschrieben.

Shopware-5→6 Migrations-Check

Migrationsvorhaben zuerst sauber einordnen.

Wir klären Ausgangslage, Risiken, Zielbild und den sinnvollen nächsten Schritt.

Migrationsvorhaben besprechenWir klären Ausgangslage, Risiken und den sinnvollen nächsten Schritt.